Tartuffe – Klasse 8b

Leider müssen wir die Aufführung des Klassenspiels „Tartuffe“ von Molière wegen des Coronavirus absagen.

Tartuffe

Tartuffe ist ein intelligenter Betrüger und schleicht sich in eine Familie ein. Er erwirbt sich das Vertrauen des Vaters Orgon, nutzt dies zu seinem Vorteil und bringt nach und nach das soziale Gefüge ins Wanken. Orgons Frau Elmire und der Rest der Familie erkennen bald Tartuffes trügerische Natur. Der rote Faden des Stückes ist die Frage nach der Grenze zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen Schein und Sein.

Man sieht Charaktere, die Fehler machen, indem sie um Anerkennung ringen und gefallen wollen. Wie oft geht es einem selbst so? Dori​ne, die Haushälterin, ist die wahre Heldin. Unangepasst und rebellisch hinterfragt sie Entscheidungen und Verhalten der Menschen um sie herum. Am Ende schließt Tartuffe mit den Worten: „Ihr habt euch doch alle blenden lassen und Betrug an euch selbst begangen. Nichts ist leichter als Selbstbetrug, denn was ein Mensch wahrhaben möchte, hält er auch für wahr.“ Ein Zitat von Demosthenes. Eine Aussage, die auch heute immer noch nachdenklich macht und vielleicht das eigene Handeln überdenken lässt.

Das Originalstück wurde 1664 in Versaille im Beisein des Sonnenkönigs Louis XVI uraufgeführt.

Für die Klasse 8b sind alle Gäste Könige und Königinnen. Über milde Gaben ist sie ebenso dankbar wie einst Moliere.

Aufführungen:

19. und 20.3. um 10:10 Uhr Schulaufführung
21.3. Abendvorstellung um 19 Uhr
22.3. Nachmittagsvorführung 16 Uhr