Klavierkonzert mit Aeham Ahmad

Der palästinensisch-syrische Pianist, ausgezeichnet mit dem Internationalen Beethovenpreis für Menschenrechte gibt am 19. Januar, 19:30 Uhr ein Konzert im roten Saal.

Aeham Ahmad wuchs als Sohn palästinensischer Flüchtlinge im Flüchtlingslager Jarmuk in Damaskus, Syrien auf. Seit seinem fünften Lebensjahr lernte er Klavier spielen. Von 2006 bis 2011 studierte er an der musikalischen Fakultät der Baath-Universität in Homs. Internationale Bekanntheit erlangte der palästinensisch- syrische Pianist 2014/2015 durch seine öffentlichen Auftritte im Flüchtlingslager Jarmuk als »Pianist in den Trümmern« während des Bürgerkriegs in Syrien. Nachdem das Flüchtlingslager im April 2015 von den Kämpfern des »Islamischen Staates« eingenommen worden war, zerstörten diese bei einer Kontrolle sein Klavier. In dieser Situation entschied er sich, seine Heimat zu verlassen. Am 2. August 2015 floh er aus Jarmuk und kam über Izmir, Lesbos und die Balkanroute nach Deutschland.

Konzert-Aeham-Ahmad

Aeham Ahmad lebt mit seiner Familie in Wiesbaden, er gibt bundesweit Konzerte und erhebt seine Stimme für all die Menschen, die weiterhin unter dem Bürgerkrieg in Syrien oder unter Heimatverlust leiden. Seine Sprache ist die Kunst. Seine Musik hat Menschen im Flüchtlingslager von Jarmuk versammelt und erleben lassen, dass der menschliche Geist und der Überlebenswille unbesiegbar sind.

 

 

stART international e.V. und Aeham Ahmad verbindet die Überzeugung, dass Kunst gerade dort unverzichtbar ist, wo Menschen existentielle Verluste erleben oder durch Krisen zu einem Neuanfang gezwungen werden. Der künstlerische Ausdruck entlastet und befreit, er ermöglicht ein seelisches Überleben nach der Erfahrung von Ohnmacht.Aeham Ahmad spielte in den Trümmern von Jarmuk Klavier und lud Menschen zum Singen ein. Er spielte gegen die Hoffnungslosigkeit und das Eingesperrtsein an, seine Musik war Ausdruck seines Protestes gegen die Unmenschlichkeit des Krieges.

stART bringt künstlerischpädagogisch-therapeutische Nothilfe in Krisengebiete und lädt jeden Menschen ohne Ansehen seiner religiösen oder politischen Überzeugung, seiner ethnischen Zugehörigkeit, seines Alters oder seines Geschlechts zu künstlerisch-therapeutischen Angeboten ein, um sie seelisch zu stabilisieren.

Freie Waldorfschule Kreuzberg • Ritterstrasse 78 • 10969 Berlin
Der Eintritt ist frei,  um Spenden wird gebeten