Finanzkreis

Die Elternschaft der Freien Waldorfschule Kreuzberg entsendet aus jeder Klasse ein bis zwei Vertreterinnen bzw. Vertreter in den Finanzkreis. Zu den Aufgaben des Finanzkreises gehört es, Antworten rund um die Finanzierung der Schule durch die Eltern zu erarbeiten. Sie erarbeiten die Beitragsordnung, führen Gespräche mit Eltern über Elternbeiträge und arbeiten eng mit der Schulverwaltung zusammen. Der Finanzkreis tagt alle sechs Wochen und geht zweimal im Jahr ganztägig in Klausur. Der Finanzkreis wird von einem dreiköpfigen Elternteam geleitet, das die Sitzungen vorbereitet und moderiert.
Kontakt: fk1@fwsk.net

Seit dem Schuljahr 2012/13 ist eine vom Finanzkreis erarbeitete neue Beitragsordnung in Kraft und seit Januar 2013 wirksam. Die Beitragstabelle von 2012 wurde in der ALG II Zeile angepasst. Zusätzlich wurde beschlossen, dass “berlinpass”-berechtigte Familien sich in der ALG II Zeile einstufen dürfen.

Erläuterungen zur Einstufung in die neue Beitragstabelle der Schule finden Sie unter Service / Downloads.

Die aktuelle Beitragsordnung

Da das Land Berlin Schulen in freier Trägerschaft nur zu circa 70 Prozent finanziert, müssen die restlichen 30 Prozent von den Eltern über ein monatliches Schulgeld aufgebracht werden. Die Höhe des zu gezahlenden Schulgeldes wird – einkommensabhängig und nach Familienkonstellation gestaffelt – in einer Beitragsordnung geregelt. Diese Beitragsordnung legen die Eltern der Schule im Finanzkreis selbst fest.

Die Beitragsordnung der Freien Waldorfschule Kreuzberg beruht auf dem Gedanken der Solidarität. Darunter verstehen wir: Die, die wenig haben, zahlen wenig, und die, die viel haben, zahlen viel. Wer zwei und mehr Kinder auf der Schule hat, zahlt nicht das Doppelte oder Dreifache wie für ein einzelnes Schulkind, sondern deutlich weniger.

Eine Familie mit zwei Kindern, die den derzeitigen Höchstbeitrag zahlt, finanziert damit annähernd zwei weiteren Kindern den Schulbesuch. Eine Familie im unteren Einkommensbereich muss dagegen deutlich weniger als 185 Euro zahlen – soviel kostet der Schulplatz tatsächlich. Grundlage der Einkommensberechnung ist, wie auch beim Hort und bei der Krankenkasse üblich, die Summe der positiven Einkünfte der Familie bzw. aller Sorgeberechtigten des Kindes.

Die vom Finanzkreis erstellte und allen Eltern bei der Einschulung vorgelegte Tabelle orientiert sich in ihrer Einkommensstaffelung an der Tabelle des Berliner Senats (TKBG) zur Ermittlung der Eltern-Hortbeiträge. Bis 2010 stuften sich die Eltern selbst in diese Tabelle ein. Seit dem Schuljahr 2012/13 legen die Eltern der Schule zur Anpassung ihres individuellen Schulbeitrags jährlich einen aktuellen Einkommensnachweis vor. Auf dieser Grundlage schließen die Eltern eine Zahlungsvereinbarung mit der Schule ab. In den Folgejahren wird der Beitrag entsprechend dem aktuellen Einkommensnachweis angepasst.

Der Abschluss der Zahlungsvereinbarung erfolgt zwischen Eltern und Verwaltung. Wenn die Eltern dies wünschen, stehen die Finanzkreisvertreter ihnen gerne beratend zur Verfügung.

Unser Schulbeitrag ist ein Gesamtbeitrag, der bis zur siebten Klasse die (einkommensabhängigen, anteiligen) Kosten für den Hort und 23 Euro für das Essen enthält. Wer wissen will, wie hoch das reine Schulgeld ist, muss von diesem Gesamtbeitrag die individuell Kosten für den Hort sowie das Essensgeld von 23 Euro abziehen.

Solidarität bedeutet für uns, dass Eltern sich gegenseitig unterstützen gegen die Unbill des Lebens. Darunter zählen vorübergehende finanzielle Engpässe, Krankheit und viele andere Schicksalsschläge. Dazu gehören aber nicht die Finanzierung von Wohneigentum, Auslandsaufenthalten und persönlichem Lebensstil. Dazu gehört auch nicht der dauerhafte Ausgleich von fehlendem Einkommen unterhalb eines Existenzminimums, das von staatlicher Seite garantiert wird (z.B. Arbeitslosengeld II).

Solidarität der Eltern füreinander an unserer Schule geht damit einher, dass der Schulbeitrag in der Lebens- und Finanzplanung aller Familien einen dauerhaft hohen Stellenwert hat.

Erläuterungen zur Einstufung in die aktuelle Beitragstabelle der Schule finden Sie unter Service / Downloads.

Der Finanzkreis

Den Haushalt mit zu kontrollieren, die Höhe der benötigten Beiträge zu ermitteln und in einer Beitragsordnung abzubilden, diese in die Schulgemeinschaft zu kommunizieren und die Eltern in Fragen der Zahlungsvereinbarung zu beraten – für diese wichtigen Aufgaben bilden die Eltern der Freien Waldorfschule Kreuzberg einen Finanzkreis. In diesem Finanzkreis sitzen jeweils ein bis zwei gewählte Vertreterinnen und Vertreter aus allen Klassen sowie Vertreterinnen und Vertreter aus dem Lehrer- und dem Hortkollegium. Die Geschäftsführung nimmt ebenfalls an diesen Sitzungen teil. Der Finanzkreis trifft sich regelmäßig alle sechs Wochen sowie zu zwei ganztägigen Klausuren pro Jahr.

Die Eltern des Finanzkreises führen Neu-Eltern-Gespräche und stehen während des ganzen Schuljahrs allen Eltern bei Fragen rund um ihre Beiträge zur Verfügung.

Durch die breite Aufstellung des Finanzkreises wird gewährleistet, dass alle Belange der gewachsenen Schule mit ihren vielen Elternhäusern in die Beitragsordnung einfließen und unsere Schule genau die Beitragsordnung hat, die heute zu ihr passt. Das bedeutet auch eine Anpassung der Beitragsordnung, wenn die Situation der Schule dies erfordert. Darüber werden die Eltern umfassend und rechtzeitig informiert. Eltern, die in eine finanzielle Notlage geraten, können sich zur Beratung an ihre/n Finanzkreisvertreter/in wenden.

Da der Finanzkreis durch das Wachsen der Schule sehr groß geworden ist, treffen sich einzelne Mitglieder zusätzlich in wechselnden Arbeitsgruppen, um Einzelfragen zu erörtern, u. a. in einer AG Beitrag, AG Haushalt und AG Sonderfinanzierung. Der Finanzkreis hat ein mehrköpfiges Leitungsgremium, das die Tagesordnung erstellt, die Sitzungen vorstrukturiert und Ansprechpartner für die Geschäftsführung und die Verwaltung ist.