Berlin-Kreuzberg, 4. Sep 2010

Vermessungspraktikum in der zehnten Klasse

(“Mathematikpraktik” von Jürgen Kuhne)

In etwa zehn Tagen wird das Gelände (ca. 50 Hektar) mittels verschiedener Verfahren vermessen. In Kleingruppen erlernt dabei jeder den Umgang mit den klassischen vermessungsgeräten Theodolit (Bilder 1 und 2) und Nivelliergerät. Wenn das Gelände es zulässt, kommt auch der Messtisch (Bild 3) zum Einsatz. Mit Winkelprisma, Bandmaß und Fluchtstäben werden Details festgehalten.

Bei der dabei hereinbrechenden Messdatenflut erkennt der Schüler schnell die Notwendigkeit einer nachvollziehbaren Protokollführung.

Nach Abschluss einer Messung gibt es eine geometrische Zeichnung im zukünftigen Maßstab der Karte Auskunft über die Güte der Arbeit. Schließt sich das Dreieck oder der Polygonzug? Passt meine Konstruktion an die Konstruktionen der benachbarten Gruppen? Stimmt die Konstruktion mit meiner der Vorstellung vom Gelände überein?

Es ist immer wieder erstaunlich, welche Messgenauigkeiten in dieser Woche erreicht werden. Die Fehler bei Winkelmessungen liegen bei vielen bei wenigen hundertstel Gard.

In den verbleibenden vier bis fünf Tagen konstruiert und gestaltet jeder seine Karte des vermessenen Gebietes.

Auch im Sozialen geschieht viel. Durch wechselnde Messgruppen, durch Wanderungen und nicht zuletzt durch die gemeinsame Verantwortung für Verpflegung und Unterkunft entstehen Auseinandersetzung und Verbindung, und der weitere gemeinsame Unterricht erfährt eine Belebung.

FWSK

Schild am Eingang

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